Einblick in die Zukunft des Beerenanbaus
Wer kam auf die Idee einer Agri-PV Versuchsanlage beim Arenenberg?
Marti: Die Idee, eine eigene Agri-PV-Anlage umzusetzen, entstand bei uns in der Beerenbauberatung während einer Fachreise ins Wallis. Vor Ort wurden uns die wichtigsten anbautechnischen Herausforderungen eines solchen Systems klar. Wir fanden, dass dieses Thema damals noch zu wenig im Fokus stand und wollten es deshalb aktiv angehen.
Zurück im Thurgau stiess unsere Idee in den Gesprächen auf grossen Rückhalt – sowohl innerhalb des Amtes als auch bei unserem Regierungsrat Walter Schönholzer. Das hat uns zusätzlich motiviert, die Idee weiterzuverfolgen und mit der Ausarbeitung zu beginnen.
Was hast du am Anfang von der Idee gehalten?
Marti: Ehrlich gesagt war ich am Anfang eher kritisch. Vor allem, weil die Anlage immerhin die Hälfte unserer Himbeerfläche beansprucht und wir eigentlich sehr viele Versuchsfragen haben, die auch andere Themen betreffen. Gleichzeitig fand ich die technischen Aspekte von Beginn an spannend.
Je länger wir uns mit der Planung beschäftigen, desto mehr Fragen tauchen auf: Wie entwickeln sich die Pflanzen? Wie verändert sich der Krankheits- und Schädlingsdruck? Und wie reagieren die verschiedenen Himbeersorten auf die neuen Bedingungen? Wir freuen uns auf die Versuche und die Antworten auf einige dieser Fragen.
Was überzeugt euch von der Zusammenarbeit mit MBRsolar AG? Welches sind die Vorteile?
Marti: Besonders geschätzt haben wir die kurzen Wege sowie die gute Organisation und Kommunikation. Auf unsere Anliegen wurde stets eingegangen und gemeinsam nach passenden Lösungen gesucht. Auch das vielseitige Team mit seinen unterschiedlichen Erfahrungen war für das Projekt sehr wertvoll. Die Absprachen mit dem Versuchsbetrieb haben sehr gut funktioniert, und die Sorgfalt bei den Arbeiten haben wir sehr geschätzt.
Auf Facebook zeigen wir regelmässige Updates dieses Projektes.
Bild v.l.: Urs Tobler, Andrea Marti, Florian Eltschinger